Johannes Lichdi, MdL

Seite: Dioxin
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Datum: 18.05.2012

Dioxinbelastung in Riesa:

Das ESF-Stahlwerk Riesa überschreitet seit 12 Jahren unter Duldung des  Regierungspräsidiums Dresden die Grenzwerte von Dioxinen. Wie leichtfertig dabei mit der Gesundheit der Bevölkerung in Riesa umgegangen wird, zeigt die „Giftkartei“ des Umweltbundesamtes:

Dioxine und Furane sind chlororganische Verbindungen, die bei Verbrennungsprozessen entstehen. Sie sind extrem toxisch, ihre Giftwirkung übertrifft Blausäure sowie die Nervengase Sarin und Tabun. Dioxine sind krebserzeugend und führen zu Missbildungen und Tod bei Embryos.

Laut Erhebungen des Statistischen Landesamtes Sachsen sind in der Stadt Riesa von 1995-2004 doppelt so hohe Zahlen an bösartigen Neubildungen u.a. bei Verdauungs- und Atmungsorganen gegenüber dem sächsischen Landesdurchschnitt zu verzeichnen.

Die GRÜNE-Fraktion forderte bereits im April-Plenum 2006 im Landtag die Staatsregierung auf, dass die Dioxin-Grenzwerte sofort im Interesse der Gesundheit der Bevölkerung eingehalten werden. Darüber hinaus sollen den Anwohnerinnen und Anwohnern im Einwirkungsbereich des Stahlwerks gesundheitliche Untersuchungen angeboten werden. Auch 2010 lässt Lichdi nicht locker.


Informationen:

Sendung vom mdr "Hier ab 4" über die Umweltverschmutzung des 
Stahlwerks Feralpi in Riesa!
Radiointerview mit coloRadio
Fernsehbeitrag Oschatz TV

Tabelle des Statistischen Landesamtes zu bsartigen Neubildungen in Sachsen

Informationsmaterial zu Dioxin-Austritten beim Stahlwerk Riesa

Pressemitteilungen zum Thema:

PM BUND: Was hat Feralpi zu verbergen?

PM 2006-265: Dioxinbelastung in Riesa – Untersuchung bestätigt Überschreiten der Grenzwerte

PM 2006-215: Dioxinbelastung - GRÜNE verlangen Studie zu Krebsfällen in Riesa