Johannes Lichdi, MdL

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Datum: 5.02.2012

Veranstaltung der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag: "Gegen den Überwachungsstaat!"

Fachgespräch und Diskussion mit Dr. Rolf Gössner, Vizepräsident der "Internationalen Liga für Menschenrechte" und Johannes Lichdi, rechtspolitischer Sprecher der Fraktion

Ort und Zeit: 10. Oktober 2011, 19 Uhr, im Restaurant Horns Erben, Leipzig

Handydatenaffäre in Dresden, exzessive Kameraüberwachung in Leipzig, gemeinsame Dateien von Verfassungsschutz und Polizei - das sind besorgniserregende Symptome für eine Entwicklung hin zu einem Überwachungsstaat.

Der demokratische Rechtsstaat des Grundgesetzes tritt seinen Bürgern offen gegenüber und erklärt sie nicht zum Feind. Im letzten Jahrzehnt ist dieses Ideal im Denken der meisten Politiker und Bürger ins Gegenteil verkehrt worden.

Als stark gilt der Staat, der seine Bürgerinnen und Bürger heimlich überwacht, ohne dass diese eine Gefahr verursacht haben oder einer Straftat verdächtig sind.

Derjenige Politiker, der neue technische Möglichkeiten möglichst schnell zur Überwachung möglichst vieler Menschen einsetzen möchte, gilt als ernsthaft und vertrauenswürdig, der Bürgerrechtler als naiver Förderer von Straftätern. 

Die weitaus meisten Menschen, die heimlich oder vorbeugend offen überwacht werden, sind unschuldig. In der Regel haben sie keine wirksame Chance, vom Eingriff überhaupt zu erfahren oder diesen gerichtlich überprüfen zu lassen.

Der Rechtsanwalt und Menschenrechtsaktivist Dr. Rolf Gössner hat Anfang dieses Jahres einen großen Erfolg für die Bürgerrechte erreicht. Das Verwaltungsgericht Köln hat am  3. Februar 2011 die Beobachtung seiner Person durch den Verfassungsschutz über einen Zeitraum von 38 Jahren (!) für rechtswidrig erklärt. Herr Gössner erklärte in einer ersten Reaktion auf das Urteil:  "Dass ein Geheimdienst wie der Verfassungsschutz über vier Jahrzehnte unkontrolliert und rechtswidrig eine unabhängige Einzelperson beobachten, personenbezogene Daten erfassen, sammeln, auswerten und übermitteln kann und dass er dann auch noch den größten Teil der Personalakte geheim halten darf, beweist die These, dass es sich letztlich um eine demokratieunverträgliche Institution handelt, für die das Prinzip demokratischer Transparenz und Kontrollierbarkeit praktisch nicht gilt."

 

Diese Fragen wollen wir mit Ihnen und euch diskutieren!

Organisatorischer Hinweis:

 

Die Veranstalterin behält sich vor, Personen die rechtsextremistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von diese auszuschließen. 

 

Leipziger Klimakonferenz am 29. März 2011

Ziel erreicht?- Nein, die Arbeit fängt jetzt erst richtig an!

„Reduktion der einwohnerbezogenen CO2-Emissionen der Stadt Leipzig von 1990 bis 2010 um 50 Prozent.“ – so steht es im Stadt­ratsbeschluss von 2005.

85 Bürgerinnen und Bürger diskutierten auf der Leipziger Klimakonferenz „Leipziger Klima – energetisch korrekt in die Zukunft?“ der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Prof. Felix Ekardt forderte die Stadt auf, dort zu handeln, wo sie Gesetzgebungskompetenz habe. Dazu gehöre die Einschränkung des PKW-Verkehrs und ein Baustopp auf der grünen Wiese am Stadtrand. Jedoch seien auch europäische und globale Schritte zur Rettung des Klimas erforderlich.

Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal stellte auf der Abschlussdiskussion ein neues Energie- und Klimakonzept der Stadt in Aussicht und versprach bessere Möglichkeiten der Bürgerbeteligung. Formal seien die Klimaverpflichtungen aus dem Klimabündnis mit knapp 6 Tonnen pro Kopf zwar erreicht, aber das reiche nicht aus.  Die nächsten praktischen Schritte seien jedoch schwierig wie die Diskussion um die Einführung der Umweltzone gezeigt habe.

Johannes Lichdi mahnte dem entgegen konkrete Beschlüsse und Maßnahmen mit einem ambitionierten Ziel an. Die Stadt könne nicht auf die EU oder den Freistaat warten.

Mehr Informationen zum Programmablauf


Weitere Aktivitäten von Johannes Lichdi hier vor Ort in der 4. Wahlperiode

www.gruene-leipzig.de
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Mehr Informationen auf der Themenseite Zensus 2011

Lokale Pressemitteilungen:

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GRÜNE Abgeordnete Monika Lazar, MdB, und Johannes Lichdi, MdL, unterstützen 2008 sächsische Projekte mit knapp 8000 €

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