Montag, 16. Juli 2007

Grüner Aktionstag zum Klimawandel in Annaberg-Buchholz

Klimaschutz für alle!

Lichdi & Eisbär

Lichdi & Eisbär

Kein Eis im B.-Uthmann-Brunnen

Kein Eis im B.-Uthmann-Brunnen

Roscher, Leukefeld, Decker, Lichdi

Roscher, Leukefeld, Decker, Lichdi

Der Klimawandel gehört zu den größten Bedrohungen, mit denen die Menschheit bisher konfrontiert war. Wie mit entschlossenem Handeln die Klimakatastrophe verhindert werden kann - darüber informierten Bündnis 90/Die Grünen am 16. Juli 2007 in Annaberg-Buchholz.

Knut ist die Verkörperung einer bedrohten Tierart, deren Verbreitungsgebiet und Jagdmöglichkeiten durch die globale Erwärmung immer kleiner wird: Die Eisbären bewegen sich sozusagen auf immer dünnerem Eis. Doch weniger das dramatische Abschmelzen der Polkappen, sondern vielmehr die Sorge um Jens Bitzka, der bei fast 30 Grad im Schatten im Eisbärkostüm mit Johannes Lichdi auf Markt und Fußgängerpassage Infomaterial verteilte, erregte Interesse und Gemüter der Annaberger. Die Älteren konnten sich nicht erinnern, wann sie das letzte mal ein solche Hitze in der Bergstadt Annaberg erlebt haben und die Jüngeren nahmen gern Klimazeitung und Einladung zum kostenlosen Filmbesuch am Abend an.

Jens Bitzka sah es wie immer locker: Was sind schon 30 Grad in Annaberg bei fast 40 Grad in Dresden und weiten Teilen Sachsens? (Hier deutet sich schon eine mögliche Tourismusstrategie im Jahr 2020 an: "Auskühlen in Annaberg!")

19.30 Uhr fand auf Einladung vom Jugend- & Kulturzentrum "Alte Brauerei e.V."ein Forum zum Klimaschutz statt. Der Dokumentarfilm zum Klimawandel von Al Gore diente den 35 Gästen als Diskussionsgrundlage, über Umwelt- & Klimaschutz zu streiten. Jens Roscher, Geschäftsführer der Alten Brauerei, berichtete im Podium über die Erfahrungen mit der Sonnenstromanlage der Alten Brauerei und über die Chancen und Schwierigkeiten, globale Zukunfsfragen mit Jugendlichen zu besprechen. Volker Decker (www.decker-hls.de) informierte u.a. über das Erzgebirgische Netzwerk für Erneuerbae Energie. Johannes Lichdi erläuterte die klimapolitische Notwendigkeit des schnellen Ausbaus der Erneuerbaren Energien und des Braunkohleausstieges. Dank der guten Moderation durch Solarpionier Timo Leukefeld aus Freiberg (www.solifer.de) wurden neben Technik, Wissenschaft und Politik auch ethische und moralische Fragen im Zusammenhang mit dem Klimawandel diskutiert.