Samstag, 16. August 2008

Pro Welterbe Mittelrheintal - für den Erhalt einer einmaligen Kulturlandschaft

Vor-Ort-Termin am geplanten Brückenstandort: v.l.n.r.: Lichdi, Lemke-Ziebeil, Winkler, Marano

Rheintal bei St. Goar

"BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnen eine feste Rheinquerung im Mittelrheintal seit jeher ab. Die Mittelrheinbrücke darf keine zweite Waldschlösschenbrücke werden" so Evelin Lemke-Ziebeil von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz, welche Johannes Lichdi zum Aktionstag „Pro Welterbe Mittelrheintal" am 16. August 2008 nach St. Goar eingeladen hatten. Die Debatte in Dresden ist Warnung genug. Den Grünen bedeutet der Schutz des Kulturerbes viel, daher treten sie für eine umwelt- und welterbeverträgliche Mobilitätsalternative ein und fordern erneut einen 24-Stunden-Fährbetrieb zu vernünftigen Preisen.

Der Bau einer festen Rheinquerung innerhalb des Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal wird von der Landesregierung bereits seit vielen Jahren angestrebt. Nicht zuletzt die Entwicklungen um den Bau der Waldschlösschenbrücke in Dresden haben gezeigt, dass durch einen Brückenbau im Oberen Mittelrheintal der Welterbestatus akut gefährdet ist.

Giulio Marano, Sprecher der IcomosMonitoring-Gruppe des Welterbekomitees sprach sich beim Aktionstag eindeutig gegen eine feste Rheinquerung aus. Johannes Lichdi berichtete über die Situation um die Waldschlösschenbrücke in Dresden. Zudem war der Koblenzer Bundestagsabgeordnete Josef Winkler anwesend, der sich seit vielen Jahren gegen den Bau einer festen Rheinquerung im Oberen Mittelrheintal einsetzt.