Donnerstag, 8. Juni 2006

Verwaltungsreform in Sachsen und ihre Auswirkungen auf den Landkreis Mittweida

Johannes Lichdi am 7. Juni in Burgstädt

Die Verwaltungsreform ist kein Insiderthema von Staatsregierung und CDU, sondern gehört in die breite öffentliche Diskussion. "Dass diese Diskussion in den Landkreisen kaum stattfindet, ist die Konsequenz aus der fehlenden Beteiligung von Landtag und Öffentlichkeit." so die zentrale Kritik von Johannes Lichdi bei seinem Vortrag am 7. Juni 2006 vor grünen Mitgliedern aus den Landkreisen Mittweida und Döbeln.

Besprochen wurden die Rahmenbedingungen der anstehenden Reform und die möglichen Auswirkungen auf die Kreise Mittweida und Döbeln. Johannes Lichdi machte deutlich, dass die Pläne der Staatsregierung keinen Nachweis erbringen, wie die notwendigen Einsparpotentiale tatsächlich erreicht werden können. Demokratie- und Beteiligungsaspekte würden dabei gar nicht vorkommen. Die geplante Ausdünnung von öffentlichen Einrichtungen und Verwaltungsstellen außerhalb der Ballungszentren würde verschleiert.

Johannes Lichdi appellierte an die Anwesenden: "Wenn sich die Bürgerinnen und Bürger in den sächsischen Landkreisen jetzt nicht einmischen, kann es sein, dass sie ganz schnell vor vollendeten Tatsachen stehen!"

siehe auch: Parlamentarische Initiativen zum Thema Verwaltungsreform