Johannes Lichdi, MdL

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Datum: 22.05.2012
Donnerstag, 8. Mai 2008

Veranstaltungsreihe: FREIstaat oder ÜBERWACHUNGSstaat? Meine Daten gehören mir!

Die Terroranschläge in New York, London und Madrid haben in Deutschland zu vielen neuen „Sicherheitsgesetzen" geführt, die uns Schutz vor Anschlägen versprechen. Zum 1. Januar 2008 wurde die Vorratsdatenspeicherung eingeführt. Damit wird das Kommunikationsverhalten der gesamten Bevölkerung aufgezeichnet – und zwar unabhängig davon, ob man sich etwas hat zuschulden kommen lassen oder nicht. Aufgezeichnet werden die Rufnummern, Kennungen des anrufenden und angerufenen Anschlusses sowie Datum und Uhrzeit des Telefonverkehrs. Wir müssen Fingerabdrücke abliefern, um einen Pass zu bekommen. Kfz- Kennzeichen sollen gescannt, Fluggastdaten gespeichert und Privat computer ausspioniert werden. Die Videoüberwachung ö entlicher Plätze wird ausgedehnt. Wozu braucht der Staat so viele Daten? Ist die präventive Datenverarbeitung geeignet, um Terroranschläge zu verhindern oder aufzuklären? Opfern wir die Anonymität unserer Lebensweise dem umfassenden Zugri der Datenkrake? In welcher Gesellschaft wollen wir in Zukunft leben? Jens Kubieziel, Autor des 2007 erschienenen Buches „Anonym im Netz – Techniken der digitalen Bewe gungsfreiheit", und Johannes Lichdi, innenpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, informieren und diskutieren über aktuelle Entwicklungen der Überwachungsgesellschaft und wie man sich dagegen praktisch und politisch wehren kann.

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