Johannes Lichdi, MdL

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Datum: 22.05.2012
Dienstag, 16. Juni 2009

Anforderungen an eine nationale und sächsische Nachhaltigkeitsstrategie

Johannes Lichdi diskutierte am 16. Juni 2009 auf der Konferenz der Bundesverbände von DNR, BUND und NABU im Podium zum Thema "Bundesländer für Nachhaltigkeit - Strategien in Sachsen und Thüringen".
Er setzte sich sehr kritisch mit dem Umsetzungstand der Nationalen Nachhaltigkeitsstratgie auseinander:

"Der eigentliche Kern des Nachhaltigkeitsanliegens ist allzulange aus dem Blick geraten, der zugleich die Ur-Erkenntnis der Umweltbewegung beschreibt: Nämlich, dass unsere Produktions- und Konsumtionsweise die Trage- und Erneuerungsfähigkeit der natürlichen Lebensgrundlagen bei weitem übersteigen und die entwickelten Industriestaaten bzw. die "internationale Verbraucherklasse" (Fair Future, 2005) einen viel zu hohen Teil der natürlichen Güter und Ressourcen dieser Erde in Anspruch nehmen.

Nachhaltigkeit" im ursprünglichen und unverwaschenen Sinne kann daher nur bedeuten: Anerkennung der begrenzten und bereits überschrittenen Tragefähigkeit der Erde und Anpassung unserer Wirtschaftsweise an die Endlichkeit der Naturgüter. Allein in diesem Rahmen kann wirtschaftliche und global gerechte Entwicklung sowie soziale Gerechtigkeit stattfinden. Dies erfordert die Aufgabe der angeblichen Gleichrangigkeit der Ziele im Nachhaltigkeitsdreiecks zugunsten der Anerkennung eines Vorrangs der ökologischen Ziele."

Das vollständiges Thesenpapier von Johannes Lichdi finden Sie hier