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Montag, 18. Mai 2009

PM 2009-117: Lichdi fordert Stopp der staatlichen Förderung von CO2-Abscheidung und Speicherung

Lichdi

"Es steht völlig in den Sternen, ob CCS jemals funktioniert"

Rund 350 Experten aus 28 Ländern beraten seit Montag in Dresden über Kohletechnologie, Steigerung der Wirkungsgrade von Gas- und Kohlekraftwerken und Konzepte zur CO2-Abscheidung und Speicherung (CCS).

Johannes Lichdi, energie- und umweltpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, fordert einen Stopp der staatlichen Förderung von CCS: "CCS ist eine Fata Morgana, die die Braunkohleverstromung nicht retten wird. Erst recht nicht die sächsische, da die hiesigen Braunkohlekraftwerke nicht CCS-nachrüstbar sind. Und selbst wenn CCS eines Tages funktioniert - was völlig in den Sternen steht -  würde der Wirkungsgrad der Kraftwerke sinken und die Stromerzeugungskosten bis zu einem Drittel steigen."

"Dies bezahlt am Ende der Stromkunde", warnt Lichdi. "Wir sollten deshalb schon heute konsequent auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien setzen."

Hintergrund:

Nach den Klima-Beschlüssen des Europäischen Rats der Regierungschefs vom Dezember 2008 bekommen die deutschen Braunkohlekraftwerksbetreiber Vattenfall und MIBRAG ihre CO2-Verschmutzungsrechte nicht mehr wie bisher geschenkt, sondern müssen sie am Markt kaufen. Damit werden die CO2-armen Technologien nicht mehr benachteiligt. Der Braunkohlestrom wird gegenüber den Erneuerbaren Energien zunehmend teurer werden.

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