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Freitag, 1. Oktober 2010

PM 2010-288: GRÜNE stellen Dringlichen Antrag, um geplante Atomtransporte zu verhindern

Lichdi

Transport mit sächsischem Atommüll ins Katastrophengebiet Majak muss verschoben werden

In einem Dringlichen Antrag fordert die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag die Staatsregierung auf, den für dieses Jahr geplanten Atomtransporten nach Russland zu unterlassen.
Der Antrag wird am Donnerstag auf der Landtagssitzung behandelt.

"Schon der Transport im Jahr 2005 von Rossendorf nach Ahaus war teuer, gefährlich und unnötig", kritisiert Johannes Lichdi, energiepolitischer Sprecher der Fraktion GRÜNE.

"Ein weiterer 35 Mio. Euro teurer Transport über tausende Kilometer in das verstrahlte Katastrophengebiet Majak (im Ural) erhöht nicht die Sicherheit, sondern gefährdet die Bevölkerung vor Ort."

Nach Meinung des Abgeordneten spielt die Staatsregierung mit verdeckten Karten. "Die Öffentlichkeit wird wieder einmal nicht über Notwendigkeit, Sicherheit, Zeitpunkt und Kosten des Transports im Unklaren gelassen."

Weitere Informationen
Dringlicher Antrag: 'Transporte sächsischen Atommülls aus Ahaus nach Russland unterlassen'