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Freitag, 14. November 2008

Johannes Lichdi: Erhalt der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft notwendig

Lichdi

Es gilt das gesprochene Wort

(...) Die erste im Antrag genannte gefährdete Art, der Weißstorch, ist wohl am tiefsten verwurzelt mit dem Brauchtum vieler ländlicher Regionen. Ankunft und Abzug des Zugvogels bilden für die Dorfbewohner ein besonderes Ereignis. Geradezu mythologische Beziehungen entwickeln sich zum Weißstorch, der noch heute die Schildwache die Dachfirste vieler Gehöfte ziert.

Trotz eines Artenschutzprogramms der Staatsregierung leben im Freistaat nur noch ca. 400 Brutpaare des Weißstorches. Seit der Jahrtausendwende ist ein rückläufiger Bestandstrend zu verzeichnen. Beänstigend für uns ist, dass die Zahl der Jungvögel pro Brutpaar  nur bei 1,75 liegt. Das ist viel zu wenig! Die Population kann sich damit nicht selbst reproduzieren und ist auf Zuwanderung von Störchen aus Polen angewiesen. Der Grund liegt klar auf der Hand: Die geringe Vitalität der Storchenpopulation ist einem ungenügenden Nahrungsangebot geschuldet. (...)

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